Das Feldbergrennen war eine Motorsportveranstaltung, die in mehreren Etappen zwischen 1920 und 1954 im Taunus stattfand. Gefahren wurde in verschiedenen Klassen für Motorräder und Automobile. Der Verlauf der Rennstrecke wurde über die Jahre mehrfach modifiziert. Die Ursprünge des Rennens liegen in einem Bergrennen, das ab 1921 auf einer etwa acht Kilometer langen Strecke durchgeführt wurde.
1935 wurde die Strecke auf knapp zwölf Kilometer erweitert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Rennen am 1. Oktober 1950 wieder aufgenommen. Gefahren wurde nun auf einem rund 11,6 Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel östlich von Oberreifenberg. Zwischen 1951 und 1954 zählte das Feldbergrennen zur Deutschen Motorrad-Meisterschaft.
Am 18. Juli 1954 fand das letzte Feldbergrennen statt. Es war als internationaler Wertungslauf zur Deutschen Motorradmeisterschaft ausgeschrieben.
Für das Jahr 1955 forderte die Oberste Motorsport-Kommission (OMK) bauliche Veränderungen an der Strecke, die jedoch nicht umgesetzt wurden. In der Folge wurde das Rennen eingestellt. Zusätzlich führte das verheerende Unglück beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 11. Juni 1955, bei dem 84 Menschen starben, dazu, dass viele Motorsportveranstaltungen in Europa abgesagt oder langfristig ausgesetzt wurden.
Unglück beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (Frankreich) am 11. Juni 1955

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Streckendaten des Feldbergrings
Stand 1954
(laut archivierten Renn- und Entwicklungsaufzeichnungen)
Streckenlänge:11,576 km
Lage der Strecke über NN: höchster Punkt 820 m
Höhenunterschied: 275 m
Größte Steigung: 14%
Größtes Gefälle: 17%
Anzahl der Linkskurven: 29
Anzahl der Rechtskurven: 34
Engster Kurvenradius: ca. 10 m
Längste Gerade: ca. 1000 m
Kleinste Streckenbreite: 5 m

Unternehmensarchiv der AUDI AG

Erinnerungstafel
Zur Erinnerung an die Fahrer, ihre Maschinen und eine glorreiche Epoche des Motorsports.
Originalaufnahme: Feldbergrennen.com

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